Druckschrift 
12/17 (1853)
Entstehung
Seite
1449
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kan». Ich liebe Euch liebe Euch von ganzem Herzenund aus voller Seele Euch zu dienen ja, wenn auchsonst nichts, Euch dienen zu dürfen ist Alles, um was ichbitte."

lind das warme, thörichte junge Herz machte sichdurch ein Schluchzen Lust.

Die Italienerin fühlte sich tief ergriffen. Ihr Cha-rakter war nicht der einer schmutzigen -Abenteurerin. Soviel Liebe und Vertrauen! Sie war nicht darauf vorbe-reitet, das eine zu verrathen und die andere zu verstricken.

Steht aufstehtauf!" sagte sie mit sanfter Stimme.Ich danke Euch aus aufrichtigem Herzen; aber glaubt nicht,daß"

Stille oh, stille! Ihr müßt mich nicht zurück-weisen. Laßt nicht Euren Stolz sprechen."

Nein, es ist nicht mein Stolz. Ihr seht das, was hiervorgeht, in zu grellen Farben. Ihr vergeht, daß ich einenBruder habe. Ich schickte nach ihm. Er ist der Einzige,an den ich mich wenden kann. Ah! dies ist sein Pochen!Aber ich werde nie nie vergessen, daß ich in dieser hohlenWelt Ein edles, großmüthigeö Herz gefunden habe."

Frank wollte antworten; da er aber die Stimme desGrafen schon auf der Treppe hörte, so hatte er nur noch Zeit,aufzustehen und sich nach dem Fenster zurückzuziehen, wäh-rend er zugleich nach Kräften versuchte, seine Aufrcgnngniederzukämpfeu und seinen Gesichtszügen den Ausdruck derFassung zu geben. Graf di Peschiera trat ein- trat einals die leibhaftige Verkörperung der Schönheit und Pracht-