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für unsere Gefühle, Sir; aber diese Ausländer sind heuteda und morgen fort. Und —"
Der Bediente trat wieder ein. Madame di Negrawollte Mr. Hazcldean sehen. Ob er die Treppe hinaufkom-men wolle? Frank eilte, dieser Aufforderung Folge zu leisten.
Madame di Negra befand sich in einem kleinen Zimmer,das als Boudoir ausgestattet war. Ihre Augen zeigten dieSpuren eben erst verwischter Thränen; aber ihr Gesichtwar gefaßt und sogar starr in seinem stolzen, obscho» weh-müthigen Ausdruck. Frank hielt sich übrigens nicht damit auf,auf dieses Antlitz zu achten oder ihre würdevolle Begrüßunganzuhören. Alle seine Schüchternheit war verschwunden. Ersah nur die Frau, die er liebte, in Demüthigung undBedrängniß. Sobald die Thüre sich hinter ihm geschlossenhatte, stürzte er ihr zu Füßen, ergriff ihre Hand und faßteden Sanm ihres Kleides.
„Oh, Madame di Negra! — Beatrice!" rief er mitThränen in den Augen, und seine Stimme erstickte fast inedelmüthiger Aufregung; „vergebt mir — vergebt mir —und betrachtet mich nicht blos als einen Bekannien. Zu-fällig erhielt ich Kunde — oder vielmehr eine Ahnung —von der — der auffallenden Beschimpfung, welcher manEuch so schmählich ausgesetzt hat. Ich bin hier. Denktan mich — nur als an Euren Freund — an Euren treustenFreund. Oh, Beatrice," und er beugte das Haupt überdie Hand, welche er in der scinigen hielt — „ich hätte michfrüher nie so weit erdreistet — und es scheint mir auch jetzteine Anmaßung zu seyn — obschon ich nicht mehr anders