In Eaton Square angelangt, fragte Randal nach Mr.Avenel und wurde sogleich in das Besnchzimmer geführt.Das Gemach war nicht mit dem guten gediegenen kaufmän-nischen Geschmack ausgefiattet, welcher Avenels bescheidenereJunggesellenwohnung in Serewstown auszeichnete. Natürlichhatte die ehrenwerthe Mrs. Nvenel den ihrigen geltend ge-macht, und man muß in der Thai gestehen, daß kein Geschmackschlechter sehn konnte. Möbel aus allen Zeitaltern bunt durcheinander gehäuft — hier ein Sopha ü la renaissanee inGobelin, dort ein Rosenholz-Console von Gillow — einhoher sogenannter Elisabethen-Sessel auS schwarzem Eichen-holz neben einem modernen Florentiner-Tisch mit Marmor-mosaik. Alle Arten von Farben im Zimmer und alle imKrieg mit einander. Sehr schlechte Copien der berühmtestenGemälde von der Welt in den prunkvollsten Rahmen unddurch augeheftete Zettel mit den Namen ihrer gemordetenOriginale bezeichnet — „Raphael", „Correggio", „Titian",„Sebastian Pivmbino". Gleichwohl war daraus eine MengeGeldes verwendet worden, und man konnte doch etwas dafürsehen lassen. Mrs. Avenel saß aus ihrem Sopha ä. larenaissanee und hatte zu ihren Füßen eines von ihrenKindern, welches damit beschäftigt war, einen neuenAlmanach in scharlachseidenem Einband zu lesen. Die Damedes Hauses hatte eine Haltung angenommen, als ob sie zuihrem Porträt sitze.
Die feine Gesellschaft ist sehr launisch in Beziehung ansAufnahme und Zurückweisung. Man sieht manche sehr ge-meine Person i» dem boau mouäe festgewurzelt, während