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Geld liebt, ließe er sich doch lieber die Hälfte seines Ver-mögens kosten, eh' er etwas thäte, was uns veranlassenkönnte, ihm den Laufpaß zu geben. Dem Lord S— hat ereine Pension von jährlichen hundert Pfunden ausgesetzt.Allerdings war er zwanzig Jahre sein Geschäftsführer undvor dieser Zeit gehörte S— zu den Besonnenen und konnteüber eine Jahresrente von fünfzchntausend Pfunden verfügen.Auch hat er manchem gescheidten jungen Mann vorwärtsgeholfen — der geschickteste Wahlumtreiber, den ich je kennengelernt habe. Er hält darauf, Freunde im Parlament zuhaben. Er ist freilich ein Spitzbube; aber wenn man einmalSpitzbuben braucht, so kann man keinen angenehmeren finden.Ich möchte ihn nur auf der französischen Bühne sehen alsden Macaire im Glück. Le Maitre könnte ihn nach demLeben darstellen."
Nachdem Randal mit seinem gewöhnlichen Takt dieseErkundigungen in den fashionableren Kreisen eingezogenhatte, wandte er sich einer weniger hochstehenden Quelle zu,welcher er übrigens mehr Bedeutsamkeit beilegte. DickAvenel verkehrte mit dem Baron — also mußte Dick Avenelin seinen Krallen seyn. Nun ließ Randal der praktischenSchlauheit dieses Gentleman alle Gerechtigkeit widerfahren.Außerdem war Avenel ein Geschäftsmann von Fach. Ermußte mehr von Levy wissen, als jene Männer des Ver-gnügens, und da er einfach in seiner Rede und im gewöhn-lichen Sinne des Worts ein ehrlicher Mann war, so zweifelteRandal nicht, daß er aus Dick Avenel die Wahrheit heraus-bringen werde.
Bnlwer, meine Novelle. L9