Druckschrift 
12/17 (1853)
Entstehung
Seite
1395
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dorischen Einfachheit in dem Bibliothekzimmer des Staats-manns! Drei Zoll dicke Arminster Teppiche, portiere« üla kranyaise vor den Thürcn, Panser Broncen auf dem Ka-mine, und die Schränke in dem Zimmer, angefüllt mitTitelnrkunden, Postobiten, Wechseln, Zahlungsversprechun-gen und advokatenmäßig aussehenden Japankistchen, aufdenen mancher edle Name mit großen Weißen Buchstabeneingelegt warum den Ruin pomphaft zu machen"lauter Gräber Hingeschiedener Erbgüter, mit Rosenholz four-uirt, das in französischer Politur glänzte und von Ormolnstammte, lieber das ganze Gemach breitete sich eine Coquet-terie, ein xetit umitre Anstrich hin, so daß man um alle Weltnicht daran erinnert wurde, man befinde sich in dem Zimmereines Wucherers. Plutus trug hier das Aussehen seinesFeindes Cupido, und wer hätte wohl sich die Idee einesHarpagon verwirklichen können in diesem Baron mit seinemleichten französischen mou ober, mit den Weißen Händen,welche die des Besuchers mit so viel Wärme drückten, undmit dem ausgesucht geschmackvollen Anzug schon am frühenMorgen? Niemals hatte Jemand den Baron im Schlafrockund in Pantoffeln gesehen. Wie man sich die nicht halbso schrecklichen Feudal-Barone des Mittelalters stets in ihrerRüstung denkt, so stand jede Vorstellung von diesem großar-tigen Freibeuter der Civilisation unzertrennlich mit ge-wichsten Stiefeln und einer Camelia im Knopfloch in Ver-bindung.

Und dies ist Alles, was er für Euch thnt?" rief derBaron, die Spitzen seiner zehn seinen Finger zusainmen-

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