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12/17 (1853)
Entstehung
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lebhafte, blendende Wesen mit der unendlichen Abwechslungim Blick und im Spiele ihres Geistes eroberte ihn daherim Sturm, fesselte seine Aufmerksamkeit und erwärmte ihnbis zur Galanterie. Helen saß in ihrer stillen Ecke bei derArbeit und lauschte bisweilen mit fast wehmüthiger, obschonsicherlich nicht neidischerBewunderung aufViolante's beredteund ungekünstelte Kundgebungen ihrer Gedanken, währendsie zu anderen Zeiten ihren eigenen geheimen Träumen nach-hing. Und mittlerweile nahm die Arbeit ihren Fortgangunter den geräuschlosen kleinen Fingern. Dies war einenon Helens Gewohnheiten, welche die Nerven der GräfinLansmere nicht ertragen konnten. Sie verachtete die jungenFrauenzimmer, welche weibliche Beschäftigungen liebten,und konnte sich nicht vorstellen, wie oft der holde jungfräu-liche Geist nicht wegen Mangels an Gedanken, sondernwegen der stillen Tiefe derselben seine Zuflucht dazu nimmt.Violante war überrascht und vielleicht unangenehm davonberührt, daß Harle!) vor dem Diner das Haus verlassen hatteund den ganzen Abend nicht zurückkehrte; aber als Ladt)Lansmere ihn durch geschäftliche Abhaltungen entschuldigte,kam ihr diese Gelegenheit so erwünscht, von seinem Treibenim Allgemeinen, von den seltenen Verheißungen seinerKnabenjahre, von ihrem Bedauern über die Thatlosigkeitseines reiferen Alters und von ihren Hoffnungen, er werdenoch den ihm inwohnenden Kräften Gerechtigkeit widerfahrenlassen, zu sprechen, daß Violante fast aufhörte ihn zu ver-missen.

Und als Lady Lansmere sie nach ihrem Zimmer führte