Druckschrift 
12/17 (1853)
Entstehung
Seite
1332
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Harley verflochten, daß sie sich des unbestimmten Gefühlsnicht erwehren konnte, Ihr Besuch bei den Eltern von demFreunde ihres Vaters sey dazu bestimmt, der Sache ihresErzeugers Vorschub zu leisten. Und man muß gestehen, daßdie Gräfin sich gegen sie mit weit größerer Herzlichkeit be-nahm, als sie je gegen die Waise des Capital, Digby anden Tag gelegt hatte. Aber vielleicht bestand der eigentlicheUnterschied in den Herzen der beiden Mädchen darin, daßHelen nur mit Ehrfurcht zu der Gräfin Lansmere aufblickenkonnte, während Mokante zu Lord L'Estrange's Mutterilos Liebe fühlte. Auch war die junge Italienerin eine vonjenen Personen, mit welche» eine so abgemessene, förmlicheFrau, wie die Gräfin war um uns des üblichen Ausdruckszu bedienenauskommen" konnte. Bei Helen war diesnicht der Fall, da es bei ihrer Schüchternheit schwer hielt,ihr mehr als sanfte einsylbige Worte zu entlocken. UndLady Lgnsmere's Lieblingsthema war immer Harley. Helenschenkte ihren Reden mit Achtung und Theilnahme Gehör,Diolonl? that es aber mit forschbegieriger Hast und mit er-röthendcm Entzücken. Das Mutterherz bemerkte diesen Unter-schied zwischen den beiden Mädchen, und man wird es daherbegreiflich finden, daß es sich mehr Mokanten als Helen zu-wandte. Dazu kam, daß Lord Lansmere, wie die meistenGentlemen seines Alters, alle jungen Damen gemeinhin alseine harmlose, liebenswürdige, aber ungemein einfältigeKlasse des Genus Unterrock betrachtete, welche kein anderesGeschäft hatte, als schmachtend auszusehen, Klavier zuspielen und von Klcioern und Liebhabern zu sprechen. Dieses