Viertes Kapitel.
Mrs. Fairfield fühlte sich stolz, Mrs. Niccabocca undBiolante in ihrem großartigen Hause empfangen zu können;denn so erschien ihr die Heimath, in welche der Knabe Lennysie eingeführt hatte. Die Wittwe war in der That immerstolz; aber sie dachte, erst dann setz die Schale menschlichenGlücks voll für sie und sie könne ihr Haupt stolz niederlegen,um zu sterben, wenn sie erst einmal in dem Besuchzimmerdieses großartigen Hauses Mrs. Hazeldean empfangen hatte,die hohe Dame, von der ihr so scharf der Tert gelesenworden war, weil sic sich weigerte, länger in dem von demSquire gemietheten Hüttchen zu wohnen. Sie achtete nichtviel auf Helen, denn ihre Aufmerksamkeit wurde zu sehr vonden beiden Damen in Anspruch genommen, welche die alteBekanntschaft mit ihr erneuerten, und sie führte dieselbenim ganzen Haus herum, ja sogar in die Küche, so daß Heleneine Weile mit Leonard allein blieb. Der Schauplatz istdas Studirzimmer des Letzteren. Helen hatte sich, ohne eszu wissen, auf Leonards Stuhl gesetzt und überblickte mitbesorgter Theilnahme die umhergestreuten Papiere, die soungeordnet aussahcn, obschon in dieser Unordnung Methodelag, welche freilich nur dem Eigenthümer klar war. Die ehr-würdigen, wohlverbrauchten Bücher aus allen Sprachenüberdeckten die Stühle, den Boden, kurz Alles, und ich mußgestehen, daß der erste Gedanke, welcher sich Helens ord-nungsliebendem weiblichem Sinn aufdrang, die Lust war,Hand anzulegen, um den Stall zu säubern.