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„Sie steht jetzt und immer hoch über mir," dachte ertraurig, und der Ton seiner Stimme gewann fortan einenganz anderen Charakter. Die Aufforderung zu Erneuungdes früheren traulichen Verhältnisses ließ ihm den Abstandnur um so größer erscheinen, und er enthielt sich einer un-mittelbaren Antwort darauf; denn eben jetzt wandte sich Mrs.Rieeabocca um, deutete auf das Häuschen, das mit seinenmalerischen Giebeln auftauchte, und rief:
„Ist dies Eure Wohnung, Leonard? Ich habe nie einso allerliebstes Häuschen gesehen."
„Ihr erinnert Euch also seiner nicht mehr," sagteLeonard im Tone wehmüthigen Vorwurfs. „Es ist der Ort,wo ich Euch zum letztenmal gesehen habe. Anfangs dachteich ihn im alten Zustand zu lassen, sagte aber dann zu mir:'Nein, die Erinnerung verwischt sich nicht, wenn ich seinAcußeres mit den Anforderungen des Schönen zi; vereinbarensuche. Je theurer die Erinnerung ist, desto natürlicher wirdihr das Schöne.' Vielleicht versteht Ihr dies nicht, vielleichthaben nur wir armen Dichter einen Sinn für solche Dinge."
„Ich verstehe es," entgegnete Helen sanft und blicktegedankenvoll nach dem Häuschen hin.
„Wohl verändert — ich habe mir es so oft vor dieSeele gerufen — aber me, nie so, wie dieses. Und eswar mir lieb, trotz seines gewöhnlichen Aussehens. Auch dasDachstübchen und der Baum in dem Hofe des Zimmermanns."
Sie ließ diese Gedanken nicht laut werden. Die kleineGesellschaft hatte jetzt den Garten erreicht.