Druckschrift 
12/17 (1853)
Entstehung
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1288
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wegwerfende Mene der Mrs. Riccabocca gewahrte, in dersich bei aller schüchternen Einfachheit doch die Edeldame(freilich mit dem Anstrich, welchen das Landleben gibt) nichtverkennen ließ, wandte sie sich von der Tochter ab, um mitdem feinen «avoir vivre der alten Schule zuerst der Fraudes Hauses ihre Achtung zu bezeugen. Ich meine Achtungim buchstäblichen Sinne, denn diese sprach sich in ihrem gan-zen Wesen aus, und die Kundgebung derselben war lieb-reicher, einfacher und herzlicher, als die Artigkeit der Damegegen Niccabocca, da jetzt, wie der Weise richtig bemerkte,Frauenzimmer gegen Frauenzimmer" stand. Dann faßtesie mit beiden Händen Violante's Rechte und verwandtekein Auge von dem Mädchen, als könne sie sich die Lust nichtversagen, so viel Schönheit zu betrachten.Mein Sohn,"sagte sie in weichen Lauten und mit einem halben Seufzer,mein Sohn hat umsonst geredet, wenn er mir sagte, ichsolle mich nicht überraschen lassen. Ich finde zum erstenmalin meinem Leben, daß die Schilderung durch die Wirklichkeitweit überboten wird."

Die Glut, welche Violante's Antlitz überflog, ließ sienur um so schöner erscheinen, und als die Gräfin zu Ricca-bocca zurückkehrte, schlich sie sich leise an Helen's Seite.

Miß Digby, meine Mündel," sagte Harley mit Nach-druck, als er bemerkte, daß seine Mutter ihre Obliegen-heit, Helen den Damen vorzustelleu, verabsäumt hatte.Dann nahm er selbst Platz und unterhielt sich mit Mrs.Riccabocca, obschon sein leuchtendes Auge häufig Blicke nachden beiden Mädchen entsandte, Sie waren ungefähr von