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wird durch harte, theilnahmlose Zuhörer — lauschte aber mitnoch größerem Entzücken auf die zwar weniger tiefen, ob-schon nicht weniger ernsten Erwiederungen voll Weiblichkeitund Edelsinn, mit denen Biolante's jungfräuliches Herz aufdie Ergüsse der feurigen Dichterseele einging. Was sie sprach,war so ungleich Allem, was er in der gewöhnlichen Welthörte, so verwandt den Gefühlen seiner eigenen entschwun-denen Jugend. Gelegentlich, wenn sie einen eigenen erha-benen Gedanken laut werden ließ oder mit leuchtenden Au-gen und melodischer Stimme eine schöne Stelle aus einemitalienischen Gedicht anführte, erhob sich sein edles Antlitz,und seine Lippe bebte, als hätte er den Schall einer Schlacht-irompete vernommen. Die Trägheit langer Jahre war er-schüttert. Diese Laute hatten Zugang gefunden zu demHeroischen, das der Launenhaftigkeit seines Temperamentszu Grunde lag, und riefen alle damit in Verbindung stehen-den Erinnerungen aus ihrem langen Schlummer wieder insLeben. Als er, überrascht von der späten Stunde, aufstand,um sich zu verabschieden, sagte er in einem Tone, welcher dieAufrichtigkeit des Compliments bekundete: „Ich verdankeEuch die glücklichsten Stunden, deren ich mich in Jahrenzu erfreuen hatte." Sein Auge haftete auf Violante, alser so sprach. Aber bei diesem Blick kehrte ihre Schüchtern-heit zurück, und er sah nicht mehr die begeisterte Muse, son-dern das verschämte Mädchen vor sich stehen.
„Und wann werde ich Euch wieder sehen?" fragte Ricca-bocca mit betrübter Miene, als er seinem Gast nach der Thürefolgte.