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„Warum hat der junge Mensch mich so ausgeholt über dieWahrscheinlichkeit, daß Violante ihr Vermögen verlieren'werde, wen» sie einen Engländer hcirathe?"
„Hat er dies gethan? O — Pah! Haltet es ihm zugut. Ich finde es natürlich, daß er wünscht, in Beziehungans Alles, was mich betrifft, unwissend zu scheinen. Erkannte meine Vertrautheit mit Euch nicht genug, um meinGeheimniß an Euch zu verrathen."
„Aber er kannte sie hinreichend — mußte sie gut ge-nug kennen, um sich verpflichtet zu fühlen, Euch von meinerAnwesenheit in England zu benachrichtigen. Er scheint diesnicht gethan zu haben."
„Nein — dies ist allerdings befremdlich. Doch kaumbefremdlich ; den» als ich ihn das letztem«! sah, war ihm derKopf so voll von anderen Dingen — von Liebe und Hoch-zeit. Basta! Die Jugend bleibt Jugend."
„In ihm ist keine Jugend zurückgeblieben!" riefHarlehleidenschaftlich. „Ich zweifle, ob er je eine gehabt hat.Er ist einer von den Menschen, welche mit dem Puls einesGreisen in die Welt kommen. Ihr und ich, wir beide wer-den nie so alt, als er cs schon im Flügelkleide war. Ah,Ihr mögt lachen; aber mein Instinkt hat mich noch nie irregeführt. Er mißfiel mir vom Anfang an — sein Auge, seinLächeln, seine Stimme, sogar sein Tritt. Es ist Wahnsinnvon Euch, eine solche Verbindung gut zu heißen, die nochobendrein alle Aussicht auf Wiedereinsetzung in Euer Eigen-thnm vernichten kann."
„Besser, als ein einmal gegebenes Wort brechen."