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Treue meiner Erinnerung — liebevoll um meinen Hals ge-schlungen/'
„Signor!" rief Violante abermals, obschon jetzt inihrer Stimme eben so gut Staunen als Unwillen sich aus-sprach, während zugleich nichts bezaubernder sehn konnte,als die Miene des Stolzes und der Empfindlichkeit, mit dersie den Fremden betrachtete.
Harley lächelte wieder, aber mit so liebevoller Au-mulh, daß Violante's Zorn mit eincmmal dahinschwand— oder vielmehr, sie zürnte sich selbst, daß sie nicht längerihm grollen konnte. Gleichwohl hatte sic in ihrem Unwillenso schön ausgesehen, daß Harley vielleicht einen Rückfallwünschte. Er ließ deshalb das begütigende Lächeln fallenund nahm im Tone des Ernstes wieder auf —
„Eure Schmeichler werden Euch sagen, Signorina,daß Ihr Euch seit jener Zeit sehr zu Eurem Vortheil ver-ändert habt; aber damals gefielt Ihr mir doch besser, ab-gesehen davon, daß ich hoffe, Euch eines Tages zurückzngc-ben, was Ihr mir damals so großmüthtg aufdrängtet."
„Ich — hätte Euch etwas aufgedrängt? Signor, Ihrschd in einem seltsamen Jrrthum befangen."
„Leider nein; aber ein Frauenzimmerherz ist so lau-nisch und wankelmüthig. Ihr drängtet cs mir auf, kannich Euch versichern, und ich gestehe, daß es mir nicht Leidthat, es auzunehnicn."
»Ich drängte es Euch auf — und was denn?"
»Einen Kuß, mein Kind," entgegnete Harley und fügtedann mit ernster Innigkeit bei: „und ich wiederhole es, daß