Druckschrift 
12/17 (1853)
Entstehung
Seite
1262
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ich hoffe, ihn eines Tages Euch zurückzugeben wenn ichEuch i» Eurem Heimatblaud sehe an der Seite Eures Vaters»nd eines Gatten als die schönste Braut,welcher der HimmelItaliens je znlächelte. lind nun verzeiht einem Einsiedlerund Soldaten seinen rauhen Scherz, reicht mir Eure Hand,znm Zeichen, daß Ihr Harley L'Estrange vergeben habt."

Violante, welche bei den ersten Worten dieser Anredeznrückgewichen war unter dem unbestimmten Eindruck, daßes in dem Kopf des Fremden nicht ganz richtig sehn könne,hatte kaum den Schlußsatz vernommen, als sie auf Harleyzueilte und mik der ganzen lebhaften Begeisterung ihresWesens die dargebotene Hand mit ihren beiden faßte.

Harley L'Estrange meines Vaters Lebensretter!"rief sie, und ihre Auge» hafteten mit so sichtlicher Dankbar-keit und Verehrung auf dem unerwarteten Gast, daß Harleysich eben so entzückt als verlegen fühlte. Sie dachte in jenemAugenblick nicht an den Helden ihrer Träume, sondern nuran den"Mann, der ihren Vater gerettet hatte. Aber alsseine Angen sich vor ihrem Blicke senkten und das unbe-deckte Haupt sich niederbeugtc zu der Hand, die er in derseiuige» hielt, da erkannte sie die Aehnlichkeit mit den-^ gen, welche sie so oft betrachtet hatte. Die erste Blüte derJugend war allerdings dahin, von der Jugendlichkeit selbstübrigens noch genug zurückgeblieben, um die Spuren derZeit zu mildern und dem Mannesalter die Anziehung zu be-wahren, welche das Auge bezaubert. Unwillkürlich zog sieihre Hand aus der seinigen zurück, und die Reihe des Zu-bodeiischauens kam jetzt an sie.