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zur heiligen Madonna beten, daß sie Euch in ihre Obhutnehme — und mit welcher süßen Stimme sie dies that —"
„Halt, ich will mich ihr selbst verstellen. Geht indas Haus; wir wollen außen den Padrone erwarten. Ichbedarf der frischen Luft, mein Freund."
Mit diesen Worten machte sich Harley Von Giacomolos und ging ans Vivlante zu.
Das arme Kind war ans ihrem einsamen Spaziergangdurch die dunkleren Theile des einförmigen Gartens der Be-achtung Giacomo's entgangen , als dieser dem Aufgebot derKlingel Folge leistete, und da sic die Besorgnisse, deren Ge-genstand sie war, nicht kannte, so gab sie beim Tone derGlocke, der jugendlichen Neugierde Raum, welche sich nochsteigerte, als sie einen Fremden in freundlicher, angelegent-licher Weise mit dem sonst so ungeselligen Giacomo sich be-sprechen sah.
Wie Harley mit dew allen seinen Bewegungen cigen-thnmlichen Anmuth sich ihr näherte, durchzuckte es mit einem-male ihr Herz, ohne daß sie sich einen Grund dafür angcbcnkonnte. Die Porträtskizze, welche Riccabocca Harley's frü-herer Jugend entnommen hatte, gab ihr keinen Schlüsselan die Hand über die Person dieses Besuchers. Sie konntenicht, errathen, wer der Fremde war, und doch fühlte sieselbst das brennende Noth auf ihren Wangen, als sie sichungeachtet ihrer angebornen Furchtlosigkeit in unbestimm-tem Bangen abwandte.
„Entschuldigt, wenn ich so ohne Umstände auf Euchzntrete, Signorina," sagte Harley in italienischer Sprache;