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12/17 (1853)
Entstehung
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1246
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einen Menschen i» das Leben und in die Seelen von Allen inHandlungen sowohl als in Büchern heißt Studium. DasHandeln hat nicht minder seine Kunst als das Studium.Norreys hatte bei seiner Theorie »nr den Beruf des Ge-lehrten, die Bildung des Schriftstellers inr Auge; er wolltedie Empfänglichkeit hinführen zu der Abwechslung in demErhabenen und Schönen, deren gleichmäßige Verbindungeben das Schaffen ist. Der Mensch selbst ist mir eine Ver-bindung von Elementen. Wer in der Natur zu verbindenweiß, zeigt sich schaffend in der Kunst.

Wir haben hier in gedrängter, vielleicht nicht ganz ent-sprechender Weise das System angeführt, nach welchem Nor-reys die gewaltigen angeborenen Kräfte seines Zöglings zuregeln und zu vervollkommnen suchte; und obgleich der Leservielleicht sagt, daß kein von einem Anderen gebildetes Systemim Stande sey, den Genius zu bilden oder seinem WirkenBefehle vorznschreiben, so haben doch wahrscheinlich wenig-stens neun Zehntheile von denen, welche wir als Leuchtenunseres Geschlechts anerkennen, diese Processe, sogarwhnedaß sie es selbst wußten, durchgemacht, denn die Sclbsterzic-hnng achtet nicht gerade auf die verschiedenen Phasen ihresFortgangs. Auch wird Niemand, der sich die Mühe desNachdenkens nimmt, in Abrede ziehen, daß durch dieseTheorie, aufgestellt durch einen Mann von reicher Erfah-rung, gründlichem Wissen und gediegenem Geschmack, dasRegen des Genius unendlich erleichtert, sein Blick geläutertund geschärft und der Abstand zwischen Anstrengung und Er-folg wesentlich abgekürzt wird.