1220
Gebt Acht — er iffS, der alle Eure Wechsel hat. Levy istnur sein Zutreiber."
„Bei meiner Seele," versetzte Spendquick etwas beun-ruhigt, „wenn dies der Fall ist, so muß man wohl höflichgegen ihn seyn."
„I h r allerdings," sagte der Witzling. „Aber ich habenoch nie einen L. U. aufgefnnden, der mir die Pfunde undSchillinge vorgeschoffen hätte, weßhalb ich mich gegen T.V-nicht achtungsvoller benehmen werde, als gegen jede andereunbekannte Größe."
Mit dem Kreisen des Weines wurde die Partie all-mälig heiter und gesellig. Levy war in der That ein untcr-haltlicher Wirth, wußte allen Stadtklatsch an den Fingernherznzählcn und besaß außerdem die angenehme Kunst, Ab-wesenden alles Boshafte nachzusagen, was den Anwesendenimmer Freude macht. Nachgerade wurde auch Mr. RichardAvenel warm, und dr die flüsternde Vermnthung, welche ihnzu dem L. U. gestempelt, bereits an dem Tisch die-Rundegemacht hatte, sochörte man ihn mit so tiefer Achtung an,seine Lebensgeister mehr und mehr sich steigerten. Ja,als der Witzling einmal versuchte, ihn aufzuziehen oder zumystifiziren, antwortete er ihm mit eine» Derbheit, die,obschon sie sehr roh war, von Lord Spcndquick und den an-deren mit ihm in gleicher Weise pekuniär verstrickten Gcntle-mcn so humoristisch erfunden wurde, daß sie das Gelächtergegen den witzigen Kopf kehrten und ihn für den ganzenübrigen Abend zum Schweigen brachten — ein Umstand,per eher zu Gunsten als zum Nachtheil der gemeinschaftlichen