1213
„Ich kann Euch nicht zurückhalten. Darf ich glau-ben, daß wir nunmehr in der Sache ein gemeinsames Inter-esse haben?"
„O, gewiß! Aber — aber— Eure Tochter! Wiekann ich träumen, daß ein so schönes, so unvergleichlichesWesen die Hoffnungen bestätigen werde, die Ihr in mir ge-weckt habt?"
„Die Tochter eines Italieners ist in der Neberzeugungerzogen, daß der Vater ein Recht hat, über ihre Hand zuverfügen."
„Aber das Herz?"
„vod-xctto!" erwiedertc der Italiener, treu seinen heil-losen Vorstellungen von dem schönen Geschlecht — „daSHerz eines Märchens ist wie ein Kloster; je heiliger dieZelle, desto barmherziger die Thüre."
Zwölftes Kapitel.
Randal hatte kaum das Hans verlassen, als Mrs.Riccabocca voll zärtlicher Äesorgniß in Beziehung auf Alles,was Violante betraf, sich ihrem Gatten anschloß.
„Der junge Mann gefällt mir wohl," sagte der Weise— „in der That recht wohl. Ich finde ihn gerade so, wiemich es i»> Allgemeinen meine Kenntniß der Menschennaturerwarten ließ; denn wie in der Regel die Liebe Hand inHand geht mit der Jugend, so auch die Bescheidenheit mit