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Riccabocca musterte ihn mit der Zartheit eines über-legenen Wesens und fuhr in seiner theoretischen Folge-rung fort.
„Und welcher Beweggrund waltet in Eurem Falle vor?Ein politischer nicht, denn Ihr theilt ohne Frage die An-sichten Eurer Regierung, welche die meinigcn nicht begün-stigt hat. Ebensowenig können Euch gewinnsüchtige oderehrgeizige Berechnungen leiten, denn wie wären sie amPlatze bei einem zu Grunde gerichteten Flüchtling? Wasbleibt nun noch? Wohl nichts anderes, als die Triebfeder,welche in Eurem Alter stets die natürlichste und stärkste ist.Zch tadle Euch nicht darum. Macchiavel selbst gibt zu,daß derartige Motive die weisesten Geister beherrscht unddie festesten Staaten umgestürzt haben. Mit einem Wort,junger Mann, Ihr liebt — liebt meine Tochter Violante?"
Randal war so betroffen ob diesem unmittelbaren undunerwarteten Angriff auf seine maskirten Batterien, daßer nicht einmal den Versuch zu einer Abwehr machte. DasHaupt sank ihm auf die Brust und-er blieb sprachlos.
„Ich zweifle nicht," nahm der tiefblickende Kenner derMenschennatur wieder auf, daß Ihr Euch durch die löblichenund edelmüthigen Bedenken, welche Eurem glücklichen Altereigenthümlich sind, abhalten ließet, mir den Zustand EuresHerzens freiwillig zu entdecken. Ihr mochtet Wohl ver-muthen, ich dürfte, stolz auf meine frühere Stellung odersanguinisch in meinen Hoffnungen auf Wiedererringung derverlorenen Güter, überehrgeizig seyn in meinen Planenzu Violantens Vermählung, oder dachtet Ähr, wenn meine