Druckschrift 
12/17 (1853)
Entstehung
Seite
1205
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stehe mich ziemlich gut auf die Menschen; und Giacomohol mir meinen Machiavel so istS recht. Laß mich jetztallein, meine Liebe, ich muß überlegen und mich vorbereiten,"

Randal hatte kaum das Haus betreten, als Giacomoihn mit einem eigenthümlich freundlichen Lächeln in dasBesnchzimmer führte. Er fand Riccabocca allein. DerDoktor saß vordem Kamin stützte das Gesicht auf die Handund hatte den großen Folioband Machiavels offen auf demTisch vor sich liegen.

Der Italiener empfing den Gast mit seiner gewöhn-lichen Höflichkeit; aber in seinem Wesen lag eine gewisseernste, gedankenvolle Würde, die vielleicht wegen ihrerSeltenheit einen um so tieferen Eindruck machte. Nacheinigen einleitenden Bemerkungen berührte Randal die Mit-theilung Frank Hazeldcans über die Verwunderung, welcheRiccabocca's Verschwinden in der Halle veranlaßt hatte,und warf nachlässig die Frage hin, ob von dem Doktor viel-leicht in Betreff der Briefschaften, die unter der Adresse desCasino an ihn einliefcn, eine Weisung Hintersassen wor-den sey. '

Briefschaften?" versetzte Riccabocca einfach,Icherhalte nie welche, oder doch nur so selten, daß es sich nichtder Mühe verlohnte, eine so unwahrscheinliche Sache inRechnung zu nehmen. Nein; wenn je ein Brief in dem Ca-sino einläuft, mag er dort liegen bleiben."

Dann sehe ich keine Möglichkeit eines unbesonnenenAußschwatzens keine Aussicht für irgend Jemand, derEurer Adresse nachspürt."