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LieseS Herz annehmen so, wie es ist, verheert von derReihe der Jahre und von einem Grame, dem ich nur zunachsichtig Raum gab? Könnt Ihr es über Euch ge-winnen, endlich meine Trösterin zu werden? Wollt Ihrmir dazu behülflich sehn, daß ich das Daseyn als Pflichtbetrachten und das Streben wieder aufnehmen kann, wel-ches sich einst so weit erhob über die erbärmlichen Grenzenunseres kleinlichen Alltaglebens? Helen, ich lege Euchjetzt diese Frage vor: könnt Ihr Alles dies sehn und unterdem Namen einer — Gattin?"
Vergeblich würde ich versuchen, die schnellen, wech-selnden und unbeschreiblichen Empfindungen zu schildern, diebei Harley's Anrede das unerfahrene Herz der jungen Zu-hörerin durchzuckten. Er hatte alle Springfedern der Ueber-raschung, des Mitleids, zarter Achtung, der Theilnahmeund kindlicher Dankbarkeit in einer Weiie^berührt, daß sie,als er innehielt und sanft ihre Hand faßte, in der maßlosenVerwirrung ihres Innern keine Worte finden konnte. Harleybetrachtete lächelnd das erröihende, abwärts geneigte, aus-drucksvolle Antlitz, denn er konnte mit einemmale darinlesen, daß ihr nie der Gedanke an einen solchen Antrag zuSinne gekommen, daß er ihr nie in dem möglichen Lichteines Freiers erschienen, ja, daß ihr nicht einmal eingefallenwar, ihr Herz über die Beschaffenheit der Gefühle zu erfor-schen, welche sein Bild in ihr geweckt hatte.
„Meine Helen," fuhr er mit einem ruhigen Pathosin seiner Stimme fort, „es findet eine Ungleichheit der Jahrezwischen uns statt, und ich darf vielleicht auf keine Liebe mehr