Druckschrift 
12/17 (1853)
Entstehung
Seite
1184
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und mit

als ich es seitdem je gewesen bin liebte ichwelcher Innigkeit"

Er hielt einen Augenblick an in sichtbarem KampsHelen hörte ihm zu in stummer Ueberraschung. Aber seineAnsregung wirkte ansteckend auf sie, und ihr zartesMädchcn-hcrz sehnte sich, Trost zu bringen. Unwillkürlich ruhte ihrArm weniger leicht in dem seiuigen.

Tief und schmerzlich. Es ist eine lange Geschichte,die ich Euch besser zu einer andern Zeit erzähle. Die Welt-lichgcsinntcn würden meine Liebe Wahnsinn nennen. Ichhörte damals nicht auf die Stimme des Verstandes und bindazu auch jetzt noch unfähig. Genug; der Tod traf plötz-lich » schrecklich und für mich auf eine geheimnißvolle Weiseden Gegenstand meiner Liebe. Aber die Liebe lebte fort.Zum Glück vielleicht fand sich bald Zerstreuung fürmeinen Schmerz zwar nicht, wohl aber dafür, daß ich ihmnicht unthätig nachhing. Ich wurde Soldat und folgte un-serem Heere. Man nannte mich tapfer. Schmeichelei!Denn ich war feige bei dpm Gedanken, daß ich leben müsse.Ich suchte den Tod; aber eben so wie der Schlaf, kömmter nicht immer, wenn wir ihn rufen. Es wurde Friede.Wenn der Wind sich legt, so fallen die Segel ebenso schien,als die Aufregung vorüber war, mir Alles schal und zweck-los zu sehn. Mein Herz war schwer, sehr schwer. Viel-cicht wäre, der Gram weniger hartnäckig gewesen, wennich nicht gefürchtet hätte, daß Ursache zu Selbstvorwürfenvorhanden seh. Seitdem bin ich ein unsteter Wanderer, einfreiwilliger Verbannter gewesen. Als Knabe war ich ehr-