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einigen Minuten kehrte sie mit Helen Digby wieder zu-rück.
Wie wunderbar hatte sich das blaffe zarte Kind mitdem sanften Lächeln und dem sceleuvollen Auge, das wirin dem Dachstübchen an Leonards Seite sitzen saben, ver-ändert. Sie war von mittlerer Größe und noch immerschmächtig, aber von schöner Bildung und von jener feinen,ebenmäßigen Abrundung, die in ihrer wellenförmigen, ge-schmeidigen Anmnth so sehr der Idee des Weibes entspricht,bestimmt, das Leben zu verschönern und seine rauhen Eckenzu mildern — bestimmt zum Schmucke und nicht zum Schutz.Allerdings hätte vielleicht ihr Gesicht das kritische Augedes Künstlers nicht befriedigt, da es nicht ganz regelmäßigwar; aber es besaß einen ungemein edeln und gewinnendenAusdruck, und wohl Weuige würden nicht gerufen haben— „Welche lieblichen Züge!" Auf ihrer sanften Stirnelag ein Anflug von Schwermuth und ihre Jugend zeigtenoch immer die Spuren des kindlichen Alters. Ihr Schrittwar langsam und ihr Wesen schüchtern, unterwürfig undfurchtsam.
Audley faßte sie ernst ins Auge, als sie sich ihm näherte.Dann trat er auf sie zu, faßte ihre Hand und führte sie anseine Lippen.
„Ich bin der langjährige Freund Eures Beschützers,"sagte er und führte sie nach einem Sitz in der Fenster-nische, wo er »eben ihr Platz nahm. Ein rascher Blick aufdie Gräfin schien anzudeuten, daß er sich bei Seite mit Helenzu besprechen wünsche. So deutete wenigstens die Gräfin