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wenn Violante einmal verheirathet wäre, so hätte ich wederMusketon und Pistolen, noch Pompejus mehr nöthig. Diesists allein, was mein Herz erleichtern könnte, cai'ic min; —Pompejus erleichtert nur meine Speisekammer,"
Riecabocca war jetzt gegen Jemima mittheilsamer ge-worden, als er es gegen Violante je gewesen. Nachdem erihr einmal ein Geheimniß anvertraut hatte, sah er keinenGrund mehr ein, warum er ihr andere vorenthalten sollte,weßhalb er auch keinen Anstand nahm, ihr seine Befürch-tungen wegen des Grafen von Peschiera mitzutheilen. Sielegte jetzt ihre Arbeit nieder, ergriff zärtlich die Hand ihresGatten und sprach:
„In der That, mein Theurer, wenn Ihr diesen schlim-men und gefährlichen Mann so sehr fürchtet, obschon ichder Ansicht bin, daß er Euch nicht so viel wird anhaben kön-nen , so wäre es ein großes Glück, wenn wir die liebe Vio-lanke gut verheirathet sehen könnten; denn ist sie dies ein-mal, so hätte ein anderer das Nachsehen, und alle Furchtvor diesem Grafen wäre dann, wie Ihr sagt, zu Ende."
„Ihr hättet Euch nicht besser ausdrücken können," ver-setzte Riecabocca. „Es ist doch ein großer Trost, wenn mansein Herz einer lieben Gattin aufschließen kann."
„Aber," fuhr Mrs. Riecabocca nach einem dankbarenKusse fort — „wo und wie sollen wir einen Gatten finden,der dem Rang Eurer Tochter angemessen ist?"
„Ah — ja — da haben wirs," rief Riecabocca, seinenStuhl bis an's hinterste Ende des Zimmers zurückschiebend.„So weit bringt mans, mit dem Aufschließen des Herzens!