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12/17 (1853)
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nicht verpflichtet sehn >md schlack vor dem Mitleid derje-nigen zurück, welche wußten, daß er in seinem Vaterlandeine höhere Stellung eingenommen hatte. Diese Bedenk-lichkeiten ließen sich nur durch die Stärke der Vaterliebeund durch seine Furcht vor dem Feinde überwinden. Wieverständig und muthig auch der Rechtschaffene sehn mag, soist er doch, wenn er viel durch die Schlachten gelitten hat,nur allzugeneigt, sich übertriebene Vorstellung von derMacht zu bilden, welcher er unterliegen mußte. Schakeimohegte eine abergläubische Furcht vor Peschiera, und wennauch Riecabo^ca von der Schwäche des Aberglaubens freiwar, so überkroch es ihn doch mit eisiger Kälte, so oft er anseinen Feind dachte.

Aber Riceabocca, der bei allem physischen Muthe inmancher Beziehung moralisch ungemein schüchtern war, fürch-tete in dem Grafen weniger den Feind, als den Freier.Er erinnerte sich der seltenen Schönheit seines Verwandtenund wußte, welche Macht derselbe über die Frauen besaß;kenn der Graf war in alle die Künste der Verführung ein-geweiht, ohne sich bei ihrer Anwendung durch Gewisscn-bedenklichkeiten schrecken zu lassen. Dabei hegte unglücklicher-weise der Doktor eine so geringe Meinung von dem weib-lichen Charakter, daß selbst Violante's reine, hehre Naturihm keine hinreichende Bürgschaft gegen die Schlauheit undden bösen Willen eines geübten schonungslosen Ränkeschmiedszu sehn schien. Von allen Vorsichtsmaßregeln übrigens, dieer einschlagcn konnte, durfte wohl keine sicherer zum Zieleführen, als wenn er in ein freundliches Einvernehmen trat