Druckschrift 
12/17 (1853)
Entstehung
Seite
1103
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verschmitztesten und schonungslosesten Männer gehörte,schmolz zu absoluter ehlicher Schwäche herab bei dem Anblickdieses stummen Grames. Er schlang mit »»geheuchelter In-nigkeit den Arm um seine Gattin und fuhr fort, ohne weiteran italienische Sprüchwörter zu denken:

varissima, härmt Euch nicht so; wirkehren bald wie-der zurück, denn das Reisen ist kostspielig. Ein rollenderStein setzt kein Moos an, und wir haben hier so mancher-lei, was der Ueberwachung bedarf."

Mrs. Niccabocca entwand sich sanft den Armen ihresGatten, ließ die Hände sinken und wischte sich die Thränenweg, die in ihren Augen standen.

Nlphonso," versetzte sie mit rührendem Tone,hörtmich an. Was Euch gut dünkt, wird immer auch für mick-gut sehn. Aber glaubt nicht, daß ich mich blos über unsereTrennung gräme. Nein; besonders schmerzlich ist mir derGedanke, daß ungeachtet der Reihe von Jahren, währendwelcher ich Euren Herd theilte und an Eurer Brust ruhte,einer Reihe von Jahren, während welcher mein einzigesBemühen war, nach meinen schwachen Kräften gegen Euchund die Eurigen meine Pflicht zu erfüllen, und kein andererWunsch in mir austauchte, als daß Ihr möchtet in meinemHerzen lesen können, das nur für Euch und Euer Kindeinen Platz hat ich sage, besonders schmerzlich ist mirder Gedanke, daß Ihr mich noch immer Eures Vertrauensso unwerth haltet, wie zur Zeit, als Ihr mit mir vor denAltar tratet."

Meines Vertrauens?" wiederholte Riccabocca in