1089
Pupille seines Auges wurde kleiner, wie es gewöhnlich derFall ist, wenn man sich in sich selbst zurnckzieht, um nachzu-denken und behutsam zu laueni.
„Und vielleicht," nahm Mrs. Hazeldean mit einemsehr sonnigen Ausdruck in ihrem Gesicht wieder aus, „habtIhr diese Wahrnehmung gemacht, seit Frank das letzte Malhier war?"
„Allerdings," murmelte Randal; aber ich denke, seinHerz oder seine Phantasie mußte doch schon früher etwas ab-gcfangen haben,"
„Sehr natürlich," erwiederte Mrs. Hazeldean; „wiewäre es auch anders möglich einem so schönen Wesen ge-genüber. Gut; ich will Euch nicht über Franks Geheim-nisse ausholen, kann aber den Magnet wohl errathen.Was das Vermögen betrifft, so ist dies freilich nicht derRede Werth, und er könnte in dieser Beziehung Wohl aufeine ganz andere Partie Anspruch machen; aber sie ist so lie-benswürdig, so gut erzogen und so gar nicht, wie man sichim Allgemeinen eine Katholikin zu denken Pflegt, daß ichglaube, ich werde Mr. Hazeldean wohl bereden können, feineZustimmung zu geben."
„Ah," sagte Randal tief aufathmend, da er anfing,mit seinem geübten Scharfsinn Mrs. Hazeldeans Jrrthumzu entdecken, „dies beruhigt mich sehr, und ich freue mich.Euch so sprechen zu hören. Ich darf es also wagen, FrankHoffnung zu machen, wenn ich den armen Schelm kleinmü-thig und verzagend finde?"
„Ich denke, ja," entgegnete Mrs. Hazeldean mit einemPulwcr, meine Novelle, 89