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das sie ihm bereitete. Ihr Zauber lag in dem ruhige»Hochgenuß, mit welchem de» Verfasser das Schöne erfüllthatte. Es war, als sonne sich eine glückliche Seele in demLicht ihrer eigenen Gedanken. Das Eindrucksvolle in demBuch war so ruhig und gleichförmig gehalten, daß nur einKenner beurtheilen konnte, wie viel Kraft erforderlich gewe-sen, um den Schwung zu erreichen, welcher scheinbar mit sowenig Anstrengung in den Höhen sich hinbewegte. Keinegeistige Richtung überwog tyrannisch die übrigen, sondernalle schienen in dem glücklichen Ebenmaß einer gesunden,abgerundeten, in sich vollkommen klaren Natur zu wirken.Und hatte man das Büchlein geschlossen, so ließ es einezarte Wärme zurück, welche das Herz des Lesers umspielteund Gefühle ins Leben rief, die man früher nicht gekanntzu haben glaubte. Randal legte den Band sanft nieder,und eine kurze Weile standen die schnöden und unedlen Ent-würfe , in deren Dienst er sein Wissen zu benützen Pflegte,nackt und ohne Maske vor seiner Seele.
„Pah!" rief er endlich, sich gewaltsam des wohlthätigenEinflusses, welchen die Lektüre auf ihn geübt hatte, entschla-gend, „nicht aus Mitgefühl für Hektar, sondern um mitAchilles zu siegen, hatte der macedonische Alexander stets denHomer unter seinem Kiffe» liegen. Dies ist der rechte Ge-brauch der Bücher für den, welcher die praktische Welt sick-dienstbar zu machen hat, mögen auch Pfarrer und Weibereiner andern Ansicht seyn."
Und das Princip des Bösen stieg wieder auf den Geist»jeder, ans welchem die leitende Menschenliebe gewichen war,