Druckschrift 
4 (1836)
Entstehung
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115
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Zn der verschiedenen Beschaffenheit der eben ge-nanten Geister, von welchen jeder die höchsten Wahr-heiten der Zeit wieder auf andere Art versinnlicht,wird der moralische Forscher nach dem AnSdruk jenerGedanken suchen, die d«S Bild der Zeit geben undwährend sie die Gegenwart wiederspiegeln auf dieZukunft vorbereitcn. So übernimt die Fantasie zu-weilen die Obliegenheit der Denkkraft und wird,weil sie das Organ des GemüthS ist, die Muttervon Revolutionen. Gegen diese, die erhabenst« mo-ralische Wirkung der poetischen Literatur, sind vieleihrer oberflächlichen Verschreier blind gewesen.DerGeist/' sagt der Stagyrite,hat über den Körperdie Gewalt, die ein Herr über den Sklaven auS-übt; der Verstand aber hat über die Fantasie dieHerrschaft, welche die Obrigkeit über einen Freienbesizt,"der," sezt Bacon in seinem sinnreichenKommentar zu dieser Stelle bei,seinerseitsebenfalls zur Herrschaft gelangen kann."Zur Zeit wo Lykurg Sparta reformicte, verbreiteteer HomerS Gedichte in Griechenland: was von Bei-den« schuf die meisten Helden? waS hatte dirwichtigsten Ergebnisse in der moralischen Gesezgsbungzur Folge oder übte den dauerndern Einfluß aufdaS Schiksal der Staaten?

Ich kehre zu dem breiter», populärern undwichiigern Einfluß ans die Zeit zurük. Göthe sagtun«, er habe sich nach der Vollendung WertherS

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