Einfluß der Kentniffe zu nennen; er ist aber weiteher der Einfluß der blosen Meinung. UmfangreicheKlassen der Gesellschaft haben gewisse Ansichten überpolitische, merkantilische, moralische Gegenstände.Sine Zeitung lebt davon, daß sie sich an diese Klassenwendet; sie bringt alles erfoderliche Wissen zu Tag,um die Ansichten ihres Publikums zu kräftigen oderzu erleuchten; sie greift aber auch zu dem Vorur-theil, der Leidenschaft, der sektenhaften Bigotterie,die einer in thätiger Opposition begriffenen Parteizukommen. Sie ist daher das Organ der Meinungund drükt eben sowol das Wahre als das Falsche,das Gute als das Schlimme der von ihr repräsen-tirte» Meinung aus.
Man kann daher nicht erwarten, daß selbst ein«solche Zeitung, die man in Bezug auf die Gesin-nung für lauter erachtet, in Bezug auf Personengerecht sein werde. Angenommen sie gebe die That-sachcn, die zur Kentniß eines Gegenstands noth-weadig sind, so werden dieselben doch nie mit derUnparteilichkeit ausgestellt, wie sie für dieOricntirnng über die Sache gebürt. - „Himmel,werthester Herr, haben Sie die Nachricht gehört?Das Pferd des Herzogs von Wellington hat einenarmen Knaben niedcrgcrant!" — Eine Whigzeitnnggreift die klägliche Geschichte ans — verschönert, er-weitert sie — gibt dem Herzog von Wellington Er-mahnungen — spielt ans Gleichgiltigkeit gegen dasMenschenleben an. Eine Torydlatt antwortet dar-