Druckschrift 
3 (1839)
Entstehung
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gen; aber unter einem fremden Dach schlafen kannich nicht. Ich bin abergläubisch, Lester aber-gläubisch. Ich Hab' ein Gelübde gcthan, vielleichtein thörichtes, aber ich darf es nicht brechen. MeinGelübde verpflichtet mich, nie, es müßte denn dieunerläßlichste und dringendste Nothwendigkeit ein-treten, eine Nacht an einem andern Ort, als inmeinem eignen Haus zuzubringen."

Aber diese Nothwendigkeit ist da."

Mein Gewissen sagt nein," erwiederte Aramlächelnd.Ruhig, mein theurer Freund! mensch.liche Schwächen können wir nun einmal nicht über-wältigen, oder ankämpfen gegen Das, was einMensch sich zur Gewissenssache gemacht hat."

Vergebens suchte Lester Arams Entschluß indieser Beziehung zu erschüttern; er fand ihn un-beweglich, und gab endlich seine Bemühungen, vonihrer Nutzlosigkeit überzeugt, auf.

Nun," sagte er,auf alle Fälle haben wireine Wache ausgestellt, und können Ihnen zweiMann zur Vertheidigung abgeben. Diese sollenin der Nachbarschaft Ihrer Wohnung streifen,wenn Sie auf Ihrem Vorsatz beharren. Das wirdwenigstens einigermaßen zur Beruhigung der ar-men Madeline beitragen."

Sei es so," erwiederte Aram,und ist denndie arme Madeline selbst so in Sorgen?"

Trotz all den peinlichen Schreckgestalten, diesich in seiner Brust jagten und trotz den Gefahren,