Druckschrift 
3 (1839)
Entstehung
Seite
40
Einzelbild herunterladen
 

40

ist nun, wie ich sagte, eine gute Zahl Jahre her vielleicht ihrer vierzehn, so sprech ich einmalmit dem Wirth zum grauen Hund über ein Quan-tum Heu, das er verkaufen wollte, als ein Herrspornstreichs, wie Ihr Vater immer ritt, in denHof sprengt, und wie ich ihm aus dem Weg trete,erkenn ich Gottfried Lester. Ich war zwar nichtnäher mit ihm bekannt ganz und gar nicht!aber ich hatte ihn ein paarmal bei Ihrem Oheimgesehen, und obwohl er ein wunderlicher Kauz, sosang er doch angenehm und war gar ein amüsan-ter Kerl. So redete ich ihn denn an und bat ihn,aus Rücksicht für ihren Oheim, bei mir zu essenund in meinem neuen Haus zu überwachten.Ach, dachte damals wenig, wie theuer mich dieserverfluchte Kauf zu stehen kommen werde! Ernahm die Einladung an; denn ich glaubenichts für ungut, lieber Herr Herr GottfriedLester hat überhaupt nicht leicht eine Einladungansgeschlagen. Wir speisten tsits-ü-tvts binein alter Junggesell, lieber Herr und er er-wies sich als ein recht guter Gesellschafter, obwohlseine Denkart mir lockerer vorkam, als je. Garherrlich war's besonders, ihn die Streiche erzählenzu hören, die er seinen Gläubigern gespielt wasDas Schliche waren, was Das ein Entwischen!Nach Tisch fragte er mich, ob ich je zuweilen mitseinem Bruder Briefe wechselte? Ich sagte ihmnein, wir wären herzlich gute Freunde, aber hör-