Druckschrift 
4 (1838)
Entstehung
Seite
120
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es schon vom Knaben an gehalten. Als er ein undzwanzig alt war, hatte er bei sich selbst gesagt:Jugendist die Zeit des Lebensgenusses; die Triumphe desMannesalters, der Reichthnin der vorgerückten Jahrebieten keinen Ersatz für eine in gcnnßloscr Anstrengungvergeudete Jugend." Dieser Marime gemäß hatte erbeschlossen, keinen bestimmten Beruf zu wählen; undein Freund von Reisen und dabei von unruhiger, Ab-wechslung liebender Gemüthsart, hatte er sich imAusland allen Genüssen und Vergnügungen überlassen,welche ihm sein mäßiges Einkommen gestattete; dicßEinkommen reichte auf dem Festland weiter als zuHause, und dieß war für ihn ein weiterer Grund zurVerlängerung seiner Reisen. Jetzt, nachdem die Ge-lüste und Leidenschaften der Jugend gesättigt waren;nachdem, gereist durch vielseitige und umfassende Men-schcnkenntniß, die grobkörnigeren Eigenschaften seinesGeistes sich entwickelten, und zu einem solchen Ehrgeizsich conccntrirten, wie er mit den Bedingungen seinerNatur znsamcnstimmtc, jetzt handelte er nicht wenigernach einem regelmäßigen und methodischen Plan, dener bis ins kleinste Detail hinaus verfolgte. Es warwenig oder nichts in ihm, was seinen kalten Theoriendurch Bedenklichkeiten in der Ausübung cntgegcngetre-tcn wäre; denn er ließ sich von keinen Grundsätzencinzwäugcn, und nur von wenigen Licblingsnckgungcnim Handeln bestimmen; und unsre Neigungen sind ofteben so mächtige Zügel als unsre Grundsätze. Als er