winkte er dem Prälaten, sich unten auf das Bett zu setzen.Der Erzbischof gehorchte. Edward stützte sich mit demHaupt auf den Ellbogen, und beim Lichte von sieben rie-senhaften Kerzen, in Wandleuchtern von massivem Silbersteckend, starrten der Priester und der König einanderernst an, ohne zu sprechen.
Endlich sagte Edward, in sein gesundes, klares, Aber- 'neS Lachen ansbrechend: „Gesteht, lieberSir und Vetter,gesteht, daß wir wie zwei geschickte italienische Fecht-meister sind, wo Jeder fürchtet, sich dadurch eine Blöße zugeben, daß er den Angriff beginnt."
„Gewiß," sagte der Prälat, „Eure Hoheit über-schätzt meine Eitelkeit, bei der Voraussetzung, daß ichmich einem so gewaltigen Zweikampf für gewachsen hielte.Wenn zwischen Uns Streit wäre, so würde ich nur gewin-nen, wenn ich meine Brust entblößte."
Des Königs bogenförmiger Mund verzog sich zueinem leichten Hohnlächeln, das aber schnell wiedereinem ernsten, nachdenklichen Ausdruck wich — „Laßt unsdie Worte sparen, und zur Sache kommen, George.Warwick ist mißvergnügt, weil ich meines Weibs Ver-wandte nicht verlassen will; Ihr, mit mehr Grund, weilich das große Siegel des Kanzlers aus Euren Händengenommen habe —"
„Was mich betrifft, so antworte ich in Demuth, daßEuer Gnaden sich irrt. Ich habe nie nach andern Ehrengetrachtet, als denen der Kirche."
„Ja !" sagte Edward, des jungen Prälaten glattes