chen Fräulein, welche den mehr als königlichen Staat derGräfin bildeten, in der langen Gallerte versammelt, welchesich im dritten Stockwerk des Schlosses befand, und alsLaS vornehmste Staatszimmer diente. Der Tanz begann;aber Isabelle entschuldigte sich beim Pfauentanz, undder König zog nnn die widcrwillige, schwermüthigeAnna auf.
Die stolze Isabel, welche es nie verziehen hatte, daßEdward fie verschmäht hatte, empfand bitter seine sicht-liche Bewunderung ihrer Schwester, und unterhielt sichbeiseite mit dem Erzbischof, dessen schlaue Feinheit baldihrem Munde das Geständniß eines Ehrgeizes entlockte,der noch höher sich verflieg als der seinige. Er ermun-terte weder noch redete er ab; er glaubte, es gebe un-möglichere Dinge als die Gclangung Clarence'S zumThron, aber er war ein Mann, der nie Komplotte machte,außer für sich und für die Kirche.
Wie das Fest sich zu Ende neigte, näherte sich derPrälat dem Grafen, der mit jener ausgezeichneten Artig-keit, die alle unter seinem Rang Stehenden bezauberteund einen starken Contrast machte mit seinem stolzen We-sen gegenüber seinen Peers, unter seinen Rittern die Rolledes WirtheS trefflich gespielt hatte, und sagte in flüstern-dem Tone: „Edward ist in einer glücklichen Stimmung— laßt uns diesen Zeitpunkt nicht versäumen. WolltIhr mich beauftragen alle Mißhelligkeiten ins Reine zubringen, ehe er sich schlafen legt? Zwei stolze Männer