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9! achtrag e.
fahrung kennbar machen, und in Ansehung ihres Ursprungs undkünftigen Zustandes Eröffnung geben könnten. Wenn ich nun aberdurch blose Kategorie sage: die Seele ist eine einfache Substanz, soist klar, daß, da der nackte Verstandesbegriff von Substanz nichtsweiter enthalt, als daß ein Ding, als Subject an sich, ohne wie-derum Pradicat von einem anderen zu sein, vorgestellt werden solle,daraus nichts von Beharrlichkeit folge, und das Attribut des Ein-fachen diese Beharrlichkeit gewiß nicht hinzusetzen könne, mithin mandadurch über das, was die Seele bei den Weltveranderungen treffenkönne, nicht im Mindesten unterrichtet werde. Würde man unssagen können, sie ist ein einfacher Theil der Materie, sowürden wir von dieser, aus dem, was Erfahrung von ihr lehrt,die Beharrlichkeit, und mit der einfachen Natur zusammen die Un-zcrstörlichkcit derselben ableitcn können. Davon sagt uns aber derBegriff des Ich in dem psychologischen Grundsätze (Ich denke)nicht ein Wort.
Daß aber das Wesen, welches in uns denkt, durch reine Ka-tegorien und zwar diejenige, welche die absolute Einheit unter jedemTitel derselben ausdrücken, sich selbst zu erkennen vermeine, rührtdaher. Die Apperception ist selbst der Grund der Möglichkeit derKategorien, welche ihrerseits nichts Anderes verstellen, als die Syn-thesis des Mannigfaltigen der Anschauung, so fern dasselbe in derApperception Einheit hat. Daher ist das Sclbstbcwußtscin überhauptdie Vorstellung desjenigen, was die Bedingung aller Einheit unddoch selbst unbedingt ist. Man kann daher von dem denkenden Ich(Seele), das sich als Substanz, einfach, numerisch identisch inaller Zeit, und das Correlatum alles Daseins, aus welchem allesandere Dasein geschlossen werden muß, vorstellt, sagen: daß es nichtsowohl sich selbst durch di e Kategori cn, sondern die Kategorienund durch sie alle Gegenstände in der absoluten Einheit der Appcr-ception, mithin durch sich selbst erkennt. Nun ist zwar sehr ein-leuchtend, daß ich dasjenige, was ich vorau^setzen muß, um über-haupt ein Object zu erkennen, nicht selbst als Object erkennenkönne, und daß das bestimmende Selbst (das Denken) von dem