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2 (1838) Immanuel Kant's Kritik der reinen Vernunft
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jeden derselben wcchsclswcise als Dogma und den anderen als dessenEinwurf, ist also auf zwei entgegengesetzten Seiten dem Scheinenach dogmatisch, um alles Urthcil über den Gegenstand gänzlich zuvernichten. Der dogmatische also sowohl, als skeptische Einwurf,müssen beide soviel Einsicht ihres Gegenstandes vorgeben, als nöthigist, etwas von ihm bejahend oder verneinend zu behaupten. Derkritische ist allein von der Art, daß, indem er blos zeigt, man nehmezum Behuf seiner Behauptung etwas an, was nichtig und blos ein-gebildet ist, die Theorie stürzt, dadurch, daß er ihr die angemaßteGrundlage entzieht, ohne sonst etwas über die Beschaffenheit desGegenstandes ausmachen zu wollen.^

Nun sind wir nach den gemeinen Begriffen unserer Vernunftin Ansehung der Gemeinschaft, darin unser denkendes Subject mitden Dingen außer uns steht, dogmatisch und sehen diese als wahr-hafte unabhängig von uns bestehende Gegenstände an, nach einemgewissen transsecndentalen Dualismus, der jene äußeren Erschei-nungen nicht als Vorstellungen zum Subjecte zählt, sondern sie,so wie sinnliche Anschauung sic uns liefert, außer uns als Objecteversetzt und sie von dem denkenden Subjecte gänzlich abtrennt. DieseSubreption ist nun die Grundlage aller Theorien über die Gemein-schaft zwischen Seele und Körper, und es wird niemals gefragt: obdenn diese objcctive Realität der Erscheinungen so ganz richtig sei?sondern diese wird als zugestandcn vorausgesetzt und nur über dieArt vernünftelt, wie sie erklärt und begriffen werden müsse. Diegewöhnlichen drei hierüber erdachten und wirklich einzig möglichenSysteme sind die des physischen Einflusses, der vorher be-stimmten Harmonie und der übernatürlichen Assistenz.

Die zwei letzteren Erklärungsarten der Gemeinschaft der Seelemit der Materie sind auf Einwürfe gegen die erstere, welche dieVorstellung des gemeinen Verstandes ist, gegründet, daß nämlichdasjenige, was als Materie erscheint, durch seinen unmittelbarenEinfluß nicht die Ursache von Vorstellungen, als einer ganz hetero-genen Art von Wirkungen, sein könne. Sie können aber alsdcnnmit dem, was sie unter dem Gegenstände äußerer Sinne verstehen,

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