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2 (1838) Immanuel Kant's Kritik der reinen Vernunft
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680
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Nachträge.

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als die Verwahrung wider dieselbe trifft eben sowohl den Idealismus,als den Dualismus, indem es dabei nur um die Form der Erfah-rung zu thun ist. Den empirischen Idealismus, als eine falscheBedenklichkeit wegen der objcctiven Realität unserer äußeren Wahr-nehmungen, zu widerlegen, ist schon hinreichend, daß äußere Wahr-nehmung eine Wirklichkeit im Raume unmittelbar beweise, welcherRaum, ob er zwar an sich nur blose Form der Vorstellungen ist,dennoch in Ansehung aller äußeren Erscheinungen, (die auch nichtsAnderes, als blose Vorstellungen sind,)'objectivc Realität hat; un-gleichen, daß ohne Wahrnehmung selbst die Erdichtung und derTraum nicht möglich seien, unsere äußeren Sinne also, den »Iati'8nach, woraus Erfahrung entspringen kann, ihre wirklichen corrcspon-dircnden Gegenstände im Raume haben.

Der dogmatische Idealist würde derjenige sein, der dasDasein der Materie leugnet, der skeptische, der sie bezweifelt,weil er sie für uncrwcislich hält. Der Erstere kann eS nur darumsein, weil er in der Möglichkeit einer Materie überhaupt Widersprüchezu finden glaubt und mit diesem haben wir es jetzt noch nicht zuthun. Der folgende Abschnitt von dialektischen Schlüssen, der dieVernunft in ihrem inneren Streite in Ansehung der Begriffe, diesie sich von der Möglichkeit dessen, was in den Zusammenhang derErfahrung gehört, vorstellt, wird auch dieser Schwierigkeit abhelfcn.Der skeptische Idealist aber, der blos den Grund unserer Behaup-tung ansicht und unsere Ueberredung von dem Dasein der Materie,die wir auf unmittelbare Wahrnehmung zu gründen glauben, fürunzureichend erklärt, ist sofern ein Wohlthater der menschlichen Ver-nunft, als er uns nöthigt, selbst bei dem kleinsten Schritte der ge-meinen Erfahrung, die Augen wohl aufzuthun und, was wir viel-leicht nur erschleichen, nicht sogleich als wohlerworben in unserenBesitz aufzunehmcn. Der Nutzen, den diese idealistischen Einwürfehier schaffen, fällt jetzt klar in die Augen. Sic treiben uns mit Ge-walt dahin, wenn wir uns nicht in unseren gemeinsten Behauptungenverwickeln wollen, alle Wahrnehmungen, sie mögen nun innere oderäußere heißen, blos als ein Bewußtsein dessen, was unserer Sinn-