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2 (1838) Immanuel Kant's Kritik der reinen Vernunft
Entstehung
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676
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Nachträge.

Dcnn ich bin mir doch meiner Vorstellungen bewußt; also existircndiese und ich selbst, der ich diese Vorstellungen habe. Nun sind aberäußere Gegenstände (Körper) blos Erscheinungen, mithin auch nichtsAnderes, als eine Art meiner Vorstellungen, deren Gegenstände nurdurch diese Vorstellungen etwas sind, von ihnen abgesondert abernichts sind. Also existircn eben sowohl äußere Dinge, als ich Selbstexistire, und zwar beide auf das unmittelbare Zcugniß meines Selbst-bewusstseins; nur mit dem Unterschiede, daß die Vorstellung meinerSelbst, als des denkenden Subjects, blos auf den inneren, die Vor-stellungen aber, welche ausgedehnte Wesen bezeichnen, auch auf denäußeren Sinn bezogen werden. Ich habe in Absicht auf die Wirk-lichkeit äußerer Gegenstände eben so wenig nöthig zu schließen, alsin Ansehung der Wirklichkeit des Gegenstandes meines inneren Sinnes,(meiner Gedanken;) denn sie sind beiderseitig nichts, als Vorstellungen,deren unmittelbare Wahrnehmung (Bewußtsein) zugleich ein genüg-samer Beweis ihrer Wirklichkeit ist.

Also ist der transscendentale Idealist ein empirischer Realistund gesteht der Materie, als Erscheinung eine Wirklichkeit zu, dienicht geschlossen werden darf, sondern unmittelbar wahrgenommenwird. Dagegen kommt der transscendentale Realismus nothwendigin Verlegenheit, und sicht sich genöthigt, dem empirischen IdealismusPlatz cinzuräumcn, weil er die Gegenstände äußerer Sinne für et-was von den Sinnen selbst Unterschiedenes und blose Erscheinungenfür selbstständige Wesen ansicht, die sich außer uns befinden; dadcnn freilich bei unserem besten Bewußtsein unserer Vorstellung vondiesen Dingen noch lange nicht gewiß ist, daß, wenn die Vorstellungcxistirt, auch der ihr corrcspondirende Gegenstand existire; da> hin-gegen in unserem System diese äußeren Dinge, die Malerie nämlich,in allen ihren Gestalten und Veränderungen nichts, als blose Er-scheinungen d. i. Vorstellungen in uns sind , deren Wirklichkeit wiruns unmittelbar bewußt werden.

Da nun, so viel ich weiß, alle dem empirischen Idealismusanhängende Psychologen transscendentale Realisten sind, so habensic freilich ganz consequent verfahren, dem empirischen Idealismus