Nachträge.
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zumachcn. Diesen Satz aber kann Niemand aus Begriffen beweisen.Denn wie wollte er cs wohl ansangen, um dieses zu leisten? DerSatz: ein Gedanke kann nur die Wirkung der absoluten Einheitdes denkenden Wesens sein, kann nicht als analytisch behandelt wer-den. Denn die Einheit des Gedankens, der aus vielen Vorstellun-gen besteht, ist collectiv und kann sich, den bloscn Begriffen nach,eben sowohl auf die collcctive Einheit der daran mitwirkendcn Sub-stanzen beziehen, (wie die Bewegung eines Körpers die zusammen-gesetzte Bewegung aller Theile desselben ist,) als aus die absoluteEinheit des Subjects. Nach der Regel der Identität kann also dieNothwcndigkcit der Voraussetzung einer einfachen Substanz beieinem zusammengesetzten Gedanken nicht cingeschen werden. Daßaber eben derselbe Satz synthetisch und völlig o priori aus lauterBegriffen erkannt werden solle, das wird sich Niemand zu verant-worten getrauen, der den Grund der Möglichkeit synthetischer SatzeL priori, so wie wir ihn oben dargclegt haben, einsicht.
Nun ist es aber auch unmöglich, diese nothwendige Einheitdes Subjects, als die Bedingung der Möglichkeit eines jeden Ge-dankens aus der Erfahrung abzuleiten. Denn diese gibt keine Noth-wendigkeit zu erkennen, geschweige daß der Begriff der absolutenEinheit weit über ihre Sphäre ist. Woher nehmen wir denn diesenSatz, worauf sich der ganze psychologische Vernunftschluß stützet?
Es ist offenbar, daß, wenn man sich ein denkend Wesen ver-stellen will, man sich selbst an seine Stelle sitzen und also demObjecte, welches man erwägen wollte, sein eigenes Subject unter-schieben müsse, (welches in keiner anderen Art der Nachforschungder Fall ist,) und daß wir nur darum absolute Einheit des Sub-jects zu einem Gedanken erfordern, weil sonst nicht gesagt werdenkönnte: Ich denke (das Mannigfaltige in einer Vorstellung). Dennobgleich das Ganze des Gedankens getheilt und unter viele Subjectcvcrtheilt werden könnte, so kann doch das subjektive Ich nicht ge-theilt und vcrtheilt werden, und dieses setzen wir doch bei allemDenken voraus.
Also bleibt eben so hier, wie in dem vorigen Paralogismus,