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2 (1838) Immanuel Kant's Kritik der reinen Vernunft
Entstehung
Seite
660
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uns ist, weil eine blvsc Modifikation unserer Sinnlichkeit außer unsgar nicht angctroffen wird. Nun drückt selbst diese Vorstellung:daß alle diese Erscheinungen, mithin alle Gegenstände, womit wiruns beschäftigen können, insgesammt in mir d. i. Bestimmungenmeines identischen Selbst sind, eine durchgängige Einheit derselbenin einer und derselben Appcrception als nothwendig aus. In dieserEinheit des möglichen Bewußtseins aber besteht auch die Formaller Erkcnntniß der Gegenstände, (wodurch das Mannigfaltige, alszu einem Object gehörig, gedacht wird.) Also geht die Art, wiedas Mannigfaltige der sinnlichen Vorstellung (Anschauung) zueinem Bewußtsein gehört, vor aller Erkcnntniß des Gegenstandes,als die intellektuelle Form derselben, vorher und macht selbst eineformale Erkcnntniß aller Gegenstände » priori überhaupt aus, sofern sic gedacht werden (Kategorien). Die Synthesis derselben durchdie reine Einbildungskraft, die Einheit aller Vorstellungen in Be-ziehung auf die ursprüngliche Apperception gehen aller empirischen Er-kenntniß vor. Reine Verstandesbcgriffe sind also nur darum -r priorimöglich, ja gar, in Beziehung auf Erfahrung, nothwendig, weilunser Erkcnntniß mit nichts, als Erscheinungen zu thun hat, derenMöglichkeit in uns selbst liegt, deren Verknüpfung und Einheit (inder Vorstellung eines Gegenstandes) blos in uns angctroffen wird,mithin vor aller Erfahrung vorhergehen und diese der Form, nachauch allererst möglich machen muß. Und aus diesem Grunde, demeinzig möglichen unter allen, ist denn auch unsere Deduktion der Ka-tegorien geführt worden.

H. Zu der Lehre oon den Paralogisinen der reinen Vernnnft.

(Lcrgl. Anmcrk. zu S. 313.)

Erster Paralogismus der Substantialität.

Dasjenige, dessen Vorstellung das absolute Subjekt unsererUrtheile ist, und daher nicht als Bestimmung eines anderen Dingesgebraucht werden kann, ist Substanz.