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Nachträge.
eine Verbindung derselben nöthig, welche sie in dem Sinne selbstnicht haben können. Es ist also in uns ein thätiges Vermögen derSynthesis dieses Mannigfaltigen, welches wir Einbildungskraftnennen und deren unmittelbar an den Wahrnehmungen ausgcübtcHandlung ich Apprehension nenne *). Die Einbildungskraft sollnämlich das Mannigfaltige der Anschauung in ein Bild bringen;vorher muß sie also die Eindrücke in ihre Thäligkeit aufnehmend. i. apprehendiren.
Es ist aber klar, daß selbst diese Apprehension des Mannig-faltigen allein noch kein Bild und keinen Zusammenhang der Ein-drücke hcrvorbringen würde, wenn nicht ein subjectiver Grund dawäre, eine Wahrnehmung, von welcher das Gemüth zu einer anderenübcrgegangen, zu den nachfolgenden herüber zu rufen und so ganzeReihen derselben darzustellen, d. i. ein «productives Vermögen derEinbildungskraft, welches denn auch nur empirisch ist.
Weil aber, wenn Vorstellungen, so wie sie zusammen gcrathen,einander ohne Unterschied reproducirtcn, wiederum kein bestimmterZusammenhang derselben, sondern blos regellose Haufen derselben,mithin gar keine Erkenntniß entspringen würde; so muß dieRepro-duction derselben eine Regel haben, nach welcher eine Vorstellung viel-mehr mit dieser, als einer anderen in der Einbildungskraft in Verbindungtritt. Diesen subjectiven und empirischen Grund der Rcproductionnach Regeln nennt man die Association der Vorstellungen.
Würde nun aber diese Einheit der Association nicht auch einenobjcctiven Grund haben, so daß es unmöglich wäre, daß Erschei-nungen von der Einbildungskraft anders apprchcndirt würden, alsunter der Bedingung einer möglichen synthetischen Einheit dieserApprehension, so würde es auch etwas ganz Zufälliges sein, daß
Dasi die Einbildungskraft ein nothwcndigcs Ingredienz der Wahrneh-mung selbst sei, daran hat wohl noch kein Psycholog gedacht. Das kommtdaher, weil man dieses Vermögen theils nur auf Reproductioncn einschränktc,thcils weil man glaubte, die Sinne lieferten uns nicht allein Eindrücke,sondern setzten solche auch sogar zusammen und brachten Bilder der Gegen-stände zu Wege, wozu ohne Zweifel außer der Empfänglichkeit der Eindrückenoch etwas mehr, nämlich eine Function der Synthesis derselben erfordert wird.