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Nachträge.
abhangen solle, lautet wohl sehr widersinnisch und befremdlich. Be-denkt man aber, daß diese Natur an sich nichts, als ein Inbegriffvon Erscheinungen, mithin kein Ding an sich, sondern blos eineMenge von Vorstellungen des Gemüths sei, so wird man sich nichtwundern, sie blos in dem Radicalvcrmögen aller unserer Erkenntniß,nämlich der transsccndcntalen Apperccption, in derjenigen Einheitzu sehen, um deren willen allein sie Object aller möglichen Erfah-rung d. i. Natur heißen kann, und daß wir auch eben darum dieseEinheit a priori, mithin auch als nothwcndig erkennen können, welcheswir wohl müßten unterweges lassen, wäre sie unabhängig von denersten Quellen unseres Denkens an sich gegeben. Denn da wüßteich nicht, wo wir die synthetischen Sätze einer solchen allgemeinenNatureinheit hcrnehmcn sollten, weil man sic auf solchen Fall vonden Gegenständen der Natur selbst entlehnen müßte. Da dieses abernur empirisch geschehen könnte, so würde daraus keine andere, alsblos zufällige Einheit gezogen werden können, die aber bei Weiteman den nothwendigen Zusammenhang nicht reicht, den man meint,wenn man Natur nennt.
Der Deduction der reinen Berstandesbegriffe
dritter Abschnitt.
Von dem Verhältnisse des Verstandes zn Gegenständen
überhaupt und der Möglichkeit diese u priori zn erkennen.
Was wir im vorigen Abschnitte abgesondert und einzeln vor-trugen, wollen wir jetzt vereinigt und im Zusammenhänge vvrstellcn.Es sind drei subjective Erkenntnißguellen, worauf die Möglichkeiteiner Erfahrung überhaupt und Erkenntniß der Gegenstände derselbenberuht: Sinn, Einbildungskraft und Apperccption; jedederselben kann als empirisch, nämlich in der Anwendung auf ge-gebene Erscheinungen betrachtet werden, alle aber sind auch Elementeoder Grundlagen a priori, welche selbst diesen empirischen Gebrauchmöglich machen. Der Sinn stellt die Erscheinungen empirisch in