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Mcthodenlchre. HI. Hauptstück.
in welchem sie allein die wesentlichen Zwecke derselben unterstützenund befördern können. Ich verstehe aber unter einem Systeme di,Einheit der mannigfaltigen Erkenntnisse unter einer Idee. Dieseist der Vernuuftbegriff von der Form eines Ganzen, so fern durchdenselben der Umfang des Mannigfaltigen sowohl, als die Stelleder Thcile unter einander »priori bestimmt wird. Der scientifischeVernunftbegriff enthält also den Zweck und die Form des Ganzen,das mit demselben congruirt. Die Einheit des Zwecks, woraus sichalle Theile und in der Idee desselben auch unter einander beziehen,macht, daß ein jeder Theil bei der Kenntniß der übrigen vermißtwerden kann, und keine zufällige Hinzusetzung oder unbestimmteGröße der Vollkommenheit, die nicht ihre » priori bestimmte Grenzenhabe, Statt findet. Das Ganze ist also gegliedert (»rtioulatio)und nicht gehäuft (eoaoervatio) ; cs kann zwar innerlich (per in-lussuseeptionein), aber nicht äußerlich (per Sppo8itio»em) wachsen,wie ein thierischcr Körper, dessen Wachsthum kein Glied hinzusetzt,sondern ohne Veränderung der Proportion ein jedes zu seinen Zwe-cken stärker und tüchtiger macht.
Die Idee bedarf zur Ausführung ein Schema d. i. einekl priori aus dem Princip des Zwecks bestimmte wesentliche Man-nigfaltigkeit und Ordnung der Theile. Das Schema, welches nichtnach einer Idee d. i. aus dem Hauptzwecke der Vernunft, sondernempirisch nach zufällig sich darbietendeu Absichten, (deren Mengeman nicht voraus wissen kann,) entworfen wird, gibt technische,dasjenige aber, was nur zu Folge einer Idee entspringt, (wo dieVernunft die Zwecke » priori aufgibt und nicht empirisch erwartet,)gründet architektonische Einheit. Nicht technisch, wegen derAehnlichkcit des Mannigfaltigen oder des zufälligen Gebrauchs derErkenntniß in cvnoroto zu allerlei beliebigen äußeren Zwecken, son-dern architektonisch, um der Verwandtschaft willen und der Ablei-tung von einem einzigen obersten und inneren Zwecke, der das Ganzeallererst möglich macht, kann dasjenige entspringen, was wir Wis-senschaft nennen, dessen Schema den Umriß (mvnoxramma) unddie Einteilung des Ganzen in Glieder der Idee gemäß d. i. »