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und also einfach ist. Hiedurch nun, daß das Einfache in der Abstraktionvom Einfachen im Object ganz unterschieden ist, und daß das Ich,welches im ersteren Verstände gar keine Mannigfaltigkeit in sich faßt,im zweiten, da cs die Seele selbst bedeutet, ein sehr complcxer Be-griff sein kann, nämlich sehr Vieles unter sich zu enthalten und zubezeichnen, entdecke ich einen Paralogismus. Allein um diesen vor-her zu ahnen, (denn ohne eine solche vorläufige Vermuthung würdeman gar keinen Verdacht gegen den Beweis fassen,) ist durchausnöthig, ein immerwährendes Kriterium der Möglichkeit solcher syn-thetischen Sätze, die mehr beweisen sollen, als Erfahrung gebenkann, bei der Hand zu haben, welches darin besteht, daß der Be-weis nicht gerade auf das verlangte Pradicat, sondern nur vermit-telst eines Princips der Möglichkeit, unseren gegebenen Begriff » prioribis zu Ideen zu erweitern und diese zu rcalistren, geführt werde.Wenn diese Behutsamkeit immer gebraucht wird, wenn man, eheder Beweis noch versucht wird, zuvor weislich bei sich zu Rathegeht, wie und mit welchem Grunde der Hoffnung man wohl einesolche Erweiterung durch reine Vernunft erwarten könne, und wo-her man in dergleichen Falle diese Einsichten, die nicht aus Be-griffen entwickelt und auch nicht in Beziehung auf mögliche Erfah-rung anticipirt werden könne», denn hcrnehmen wolle; so kann mansich viel schwere und dennoch fruchtlose Bemühungen ersparen, in-dem man der Vernunft nichts zumuthct, was offenbar über ihrVermögen geht, oder vielmehr sie, die bei Anwandlungen ihrer spe-kulativen Erweiterungssucht sich nicht gerne einschränken läßt, derDisciplin der Enthaltsamkeit unterwirft.
Die erste Regel ist also diese: keine transscendentale Beweisezu versuchen, ohne zuvor überlegt und sich desfalls gerechtfertigt zuhaben, woher man die Grundsätze nehmen wolle, auf welche mansie zu errichten gedenkt, und mit welchem Rechte man von ihnenden guten Erfolg der Schlüsse erwarten könne. Sind es Grundsätzedes Verstandes (z. B. der Causalität), so ist es umsonst, vermit-telst ihrer zu Ideen der reinen Vernunft zu gelangen; denn jenegelten nur für Gegenstände möglicher Erfahrung. Sollen es Grund-