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2 (1838) Immanuel Kant's Kritik der reinen Vernunft
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580
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58V Methodcnlehre. I. Hauptst. Hl. Abschn.

Weltobjecte machen, weil, da diese nichts, als Erscheinungen sind,an ihnen niemals etwas Vollendetes in der Synthesis der Reihe vonBedingungen gehofft werden kann.

Transscendentale Hypothesen des speculativen Gebrauchs derVernunft, und eine Freiheit, zur Ersetzung des Mangels an physi-schen Erklarungsgründcn sich allenfalls hyperphysischer zu bedienen,kann gar nicht gestattet werden, theils weil die Vernunft dadurchgar nicht weiter gebracht wird, sondern vielmehr den ganzen Fort-gang ihres Gebrauchs abschncidet, theils weil diese Licenz sie zuletztum alle Früchte der Bearbeitung ihres eigenthümlichen Bodens,nämlich der Erfahrung, bringen müßte. Denn wenn uns die Na-turerklärung hie oder da schwer wird, so haben wir beständig einentransscendenten Erklärungsgrund bei der Hand, der uns jener Un-tersuchung überhcbt, und unsere Nachforschung schließt nicht durchEinsicht, sondern durch gänzliche Unbegreiflichkeit eines Princips,welches so schon zum voraus ausgedacht war, daß es den Begriffdes absolut Ersten enthalten mußte.

Das zweite erforderliche Stück zur Annehmungswürdigkcit einerHypothese ist die Znlänglichkeit derselben, um daraus a priori dieFolgen, welche gegeben sind, zu bestimmen. Wenn man zu diesemZwecke hülfleistcnde Hypothesen hcrbeizurufen genöthigt ist, so gebensic den Verdacht einer blosen Erdichtung, weil jede derselben ansich dieselbe Rechtfertigung bedarf, welche der zum Grunde gelegteGedanke nölhig hatte, und daher keinen tüchtigen Zeugen abgebenkann. Wenn unter Voraussetzung einer unbeschränkt vollkommenenUrsache zwar an Erklärungsgründcn aller Zweckmäßigkeit, Ordnungund Größe, die sich in der Welt finden, kein Mangel ist, so bedarfjene doch bei den, wenigstens nach unseren Begriffen sich zeigendenAbweichungen und Uebeln noch neuer Hypothesen, um gegen diese,als Einwürfe, gerettet zu werden. Wenn die einfache Selbststän-digkeit der menschlichen Seele, die zum Grunde ihrer Erscheinungengelegt worden, durch die Schwierigkeiten ihrer, den Abänderungeneiner Materie (dem Wachsthum und der Abnahme) ähnlichen Phäno-mene angefochten wird, so müssen neue Hypothesen zu Hülfe gerufen