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2 (1838) Immanuel Kant's Kritik der reinen Vernunft
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550 Mechodcnlehre. I Hauplst. I. Abschn.

entwickelt worden, als wenn ich weiß, daß dieselbe dem Gegenständeadäquat sei. Da der Begriff desselben aber, so wie er gegeben ist,viel dunkle Vorstellungen enthalten kann, die wir in der Zergliede-rung übergehen, ob wir sie zwar in der Anwendung jederzeit brau-chen, so ist die Ausführlichkeit der Zergliederung meines Begriffsimmer zweifelhaft und kann nur durch vielfältig zutreffende Bei-spiele vermuthlich, niemals aber apodiktisch gewiß gemachtwerden. Anstatt des Ausdrucks: Definition, würde ich lieber den derExposition brauchen, der immer noch behutsam bleibt, und bei demder Kritiker sie auf einen gewissen Grad gelten lassen und doch we-gen der Ausführlichkeit noch Bedenken tragen kann. Da also wederempirisch, noch a priori gegebene Begriffe dcfinirt werden können,so bleiben keine anderen, als willkürlich gedachte übrig, an denen mandieses Kunststück versuchen kann. Meinen Begriff kann ich in sol-chem Falle jederzeit dcsinircn; denn ich muß doch wissen, was ichhabe denken wollen, da ich ihn selbst vorsetzlich gemacht habe under mir weder durch die Natur des Verstandes, noch durch die Er-fahrung gegeben worden, aber ich kann nicht sagen, daß ich da-durch einen wahren Gegenstand dcfinirt habe. Denn wenn der Begriffauf empirischen Bedingungen beruht, z. W. eine Schiffsuhr, so wirdder Gegenstand und dessen Möglichkeit durch diesen willkürlichen Begriffnoch nicht gegeben; ich weiß daraus nicht einmal, ob er überall einenGegenstand habe, und meine Erklärung kann besser eine Declaration(meines Projekts), als Definition eines Gegenstandes heißen. Also blei-ben keine andere Begriffe übrig, die zum Dcsinircn taugen, als solche,die eine willkürliche Synthesis enthalten, welche a priori construirt wer-den kann, mithin hat nur die Mathematik Definitionen. Denn denGegenstand, den sie denkt, stellt sie auch a priori in der Anjchauungdar, und dieser kann sicher nicht mehr noch weniger enthalten,als der Begriff, weil durch die Erklärung der Begriff von dem.Gegenstände ursprünglich, d. i. ohne die Erklärung irgend wovonabzuleiten, gegeben wurde. Die deutsche Sprache hat für die Aus-drücke der Exposition, Erplication, Declaration und De-finition nichts mehr, als das eine Wort: Erklärung, und daher