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2 (1838) Immanuel Kant's Kritik der reinen Vernunft
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Mcthodcnlehre. Hauptstück.

praktischen Logik, in Ansehung des Gebrauchs des Verstandesüberhaupt in den Schulen gesucht, aber schlecht geleistet wird; weil,da die allgemeine Logik aus keine besondere Art der Vcrstandes-crkenntniß (z. B. nicht auf die reine), auch nicht auf gewisse Ge-genstände eingeschränkt ist, sie, ohne Kenntnisse auS anderen Wissen-schaften zu borgen, nichts mehr thun kann, als Titel zu möglichenMethoden und technische Ausdrücke, deren man sich in Ansehungdes Systematischen in allerlei Wissenschaften bedient, vorzutragen,die den Lehrling zum Voraus mit Namen bekannt machen, derenBedeutung und Gebrauch er künftig allererst soll kennen lernen.

Der Lransscendentalen Methodensehre

erstes Hauptstück.

Die Disciplin d.er reinen Vernunft.

Die negativen Urthcilc, die cs nicht blos der logischen Form,sondern auch dem Inhalte nach sind, stehen bei der Wißbegierde derMenschen in keiner sonderlichen Achtung; man sieht sie wohl garals neidische Feinde unseres unablässig zur Erweiterung strebendenErkvnntnißtriebes an, und es bedarf beinahe einer Apologie, umihnen nur Duldung, und noch mehr, um ihnen Gunst und Hoch-schätzung zu verschaffen.

Man kann zwar logisch alle Satze, die man will, negativausdrücken, in Ansehung des Inhalts aber unserer Erkcnntniß über-haupt, ob sie durch ein Urtheil erweitert oder beschränkt wird, habendie verneinenden das cigcnthümliche Geschäft, lediglich den Irrthumabzuhaltcn. Daher auch negative Sätze, welche eine falsche Er-kenntlich abhaltcn sollen, wo doch niemals ein Jrrthum möglich ist,zwar sehr wahr, aber doch leer d. i. ihrem Zwecke gar nicht an-gemessen und eben darum oft lächerlich sind. Wie der Satz jenesSchulredners: daß Alexander ohne Kriegshcer keine Länder hätteerobern können.

Wo aber die Schranken unserer möglichen Erkcnntniß sehr enge,