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2 (1838) Immanuel Kant's Kritik der reinen Vernunft
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524
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524 Elementarlehre. II- Th. II. Abth. II- Buch. 3. Hauptst.

die Vertheilung des festen Landes, das Bauwerk desselben und dieBeschaffenheit und Lage der Gebirge, oder wohl gar nur die Orga-nisation im Gewächs- und Thierrciche aus dem Gesichtspuncte derZwecke betrachten, sondern diese systematische Einheit der Natur, inBeziehung auf die Idee einer höchsten Intelligenz, ganz allge-mein machen. Denn alsdcnn legen wir eine Zweckmäßigkeit nachallgemeinen Gesetzen der Natur zum Grunde, von denen keine be-sondere Einrichtung ausgenommen, sondern nur mehr oder wenigerkenntlich für uns ausgezeichnet worden, und haben ein regulativesPrincip der systematischen Einheit einer teleologischen Verknüpfung,die wir aber nicht zum Voraus bestimmen, sondern nur in Erwartungderselben die physisch-mechanische Verknüpfung nach allgemeinenGesetzen verfolgen dürfen. Denn so allein kann das Princip derzweckmäßigen Einheit den Vernunftgebrauch in Ansehung der Er-fahrung jederzeit erweitern, ohne ihm in irgend einem Falle Ab-bruch zu thun.

Der zweite Fehler, der aus der Mißdeutung des gedachtenPrincips der systematischen Einheit entspringt, ist der der verkehrtenVernunft (pervers» ratin, ü'crrxpov Trpnrxpoi' ratiniiis). DieIdee der systematischen Einheit sollte nur dazu dienen, um als regu-latives Princip sic in der Verbindung der Dinge nach allgemeinenNaturgesetzen zu suchen, und, soweit sich etwas davon auf demempirischen Wege antrcffen laßt, um so viel auch zu glauben, daßman sich der Vollständigkeit ihres Gebrauchs genähert habe, obman sie freilich niemals erreichen wird. Anstatt dessen kehrt mandie Sache um und fangt davon an, daß man die Wirklichkeit einesPrincips der zweckmäßigen Einheit als hypostatisch zum Grundelegt, den Begriff einer solchen höchsten Intelligenz, weil er an sichgänzlich unersorschlich ist, anthropomorphistisch bestimmt und dennder Natur Zwecke gewaltsam und diktatorisch aufdringt, anstatt sie,wie billig, auf dem Wege der physischen Nachforschung zu suchen,so daß nicht allein Teleologie, die blos dazu dienen sollte, um dieNatureinheit nach allgemeinen Gesetzen zu ergänzen, nun vielmehr