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2 (1838) Immanuel Kant's Kritik der reinen Vernunft
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519
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7. Abschn. Kritik aller spekulativen Theologie. Anhang. 5! 9

wirkliches Wesen wäre, am besten, ja sogar einzig und allein be-wirkt wird. Die psychologische Idee kann auch nichts Anderes, als! das Schema eines regulativen Begriffs bedeuten. Denn wollte ich

! auch nur fragen, ob die Seele nicht an sich geistiger Natur sei, so

^ hätte diese Frage gar keinen Sinn. Denn durch einen solchen Be-

griff nehme ich nicht bloS die körperliche Natur, sondern überhaupt, alle Natur weg d. i. alle Pradicate irgend einer möglichen Erfah-

i rung, mithin alle Bedingungen, zu einem solchen Begriffe einen

Gegenstand zu denken, als welches doch einzig und allein macht,daß man sagt, er habe einen Sinn.

Die zweite regulative Idee der blos spekulativen Vernunft istder Weltbcgriff überhaupt. Denn Natur ist eigentlich nur das einzigegegebene Object, in Ansehung dessen die Vernunft regulative Prin-cipien bedarf. Diese Natur ist zwiefach, entweder die denkende oderdie körperliche Natur. Allein zu der letzteren, um sie ihrer innerenMöglichkeit nach zu denken d. i. die Anwendung der Kategorienauf dieselbe zu bestimmen, bedürfen wir keiner Idee d. i. einer dieErfahrung übersteigenden Vorstellung; cs ist auch keine in Ansehungderselben möglich, weil wir darin blos durch sinnliche Anschauunggeleitet werden, und nicht wie in dem psychologischen Grundbegriffe(Ich), welcher eine gewisse Form des Denkens, nämlich die Einheitdesselben u priori enthält. Also bleibt uns für die reine Vernunftnichts übrig, als Natur überhaupt und die Vollständigkeit der Be-dingungen in derselben nach irgend einem Princip. Die absoluteTotalität der Reihen dieser Bedingungen in der Ableitung ihrerGlieder ist eine Idee, die zwar im empirischen Gebrauche der Ver-nunft niemals völlig zu Stande kommen kann, aber doch zur Regeldient, wie wir in Ansehung derselben verfahren sollen, nämlich inder Erklärung gegebener Erscheinungen (im Zurückgehen oder Auf-steigen) so, als ob die Reihe an sich unendlich wäre d. i. in i»cke-llnitnin, aber wo die Vernunft selbst als bestimmende Ursache be-trachtet wird (in der Freiheit), also bei praktischen Principien, alsob wir nicht ein Object der Sinne, sondern des reinen Verstandes